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Lexikon der Zauberei

47 Fachbegriffe der Zauberkunst – von Abrakadabra bis Zylinder. Kurz erklärt, ohne Fachchinesisch, von einem Zauberkünstler, der seit über 15 Jahren auf Bühnen und an Tischen steht. Trickgeheimnisse werden hier nicht verraten: Verschwiegenheit gehört zum Beruf und ist Teil der Aufnahmebedingungen der Fachverbände.

47 Begriffe

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A

Abrakadabra

Abrakadabra ist ein uralter Zauberspruch, der von vielen Zauberern auch heute noch verwendet wird.

Anderswelt

Mit Anderswelt ist das Jenseits gemeint. Eine Welt der Geister und der Toten. Dies gehört zum Bereich der okkulten Magie.

B

Becherspiel

Das Becherspiel ist einer der ältesten Zaubertricks. Dieser findet sich in zahlreichen historischen Darstellungen von Zauberkünstlern. Hierbei wandern kleine Bälle auf magische Art zwischen Metallbechern hin und her.

Billardballtrick

Der so genannte Chicagoer Billardballtrick ist ein Klassiker der Zauberei und fällt in den Bereich der »Manipulation«.

C

Climax

Als Climax bezeichnet man in der Unterhaltungsmagie den (dramaturgischen) Höhepunkt eines einzelnen Zauberkunststücks oder auch eines ganzen Zauberprogramms.

Close-Up-Zauberei

Diese Art der Zauberkunst bezeichnet das Zaubern mit kleinen Requisiten, meist Alltagsgegenständen wie Feuerzeuge, Münzen, Gummibänder etc. Close-Up bedeutet „nah dran", und der Name ist hier Programm, gezaubert wird direkt vor den Augen des Publikums.

D

Dedi

Der erste namentlich bekannte Magier der Welt hieß Dedi und lebte vor rund 4.500 Jahren in Ägypten und dort vor allem Effekte mit religiösem Hintergrund präsentiert.

Dramaturgie

Wie bei allen Präsentationsformen ist auch in der Zauberei die Dramaturgie innerhalb eines Zaubertricks oder eines ganzen Programms sehr wichtig, damit das Publikum der Aufführung folgen kann und gut unterhalten wird.

E

Entertainment

Unter »Entertainment« fällt neben anderen Bereichen der Unterhaltung auch die professionelle Zauberei. Berühmte magische Entertainer sind beispielsweise David Copperfield, Lance Burton oder Siegfried & Roy.

Entfesselungskunst

Bei diesem Randbereich der Magie gelingt es dem Vorführenden, sich aus den unmöglichsten Fesselungen wie Handschellen, Zwangsjacken, Ketten oder Kisten zu befreien. Der berühmteste Entfesslungskünstler der Vergangenheit war Harry Houdini.

F

Färbeeffekt

Bei vielen unterschiedlichen Zaubertricks kommen Färbeeffekte zum Einsatz. Hierbei wird beispielsweise ein rotes Seidentuch gezeigt, dass sich dann durch einen Färbeeffekt in ein grünes Tuch verwandelt.

Feuerzauber

Unter »Feuerzauber« versteht man die Effekte in der Zauberei, bei denen Gegenstände plötzlich zu brennen anfangen ohne dabei Schaden zu nehmen. Das Feuer erscheint aus dem Nichts um dann wieder spurlos zu verschwinden.

G

Geheimnis

Das Geheimnis beziehungsweise Trickgeheimnis bildet quasi das Fundament der Zauberei. Durch geheime Vorgehensweisen und Handlungen ist der Vorführende in der Lage, sein Publikum zu verblüffen und in Staunen zu versetzen.

Geschwindigkeit

Dies ist – neben der Ablenkung – das scheinbare Lösungsprinzip, das viele Laien hinter den meisten Zaubertricks vermuten. Tatsächlich geht es jedoch bei den meisten Zaubereffekten eher um Timing als um bloße Geschwindigkeit.

H

Handguillotine

Beliebter Zaubertrick, bei dem mit einer kleinen Guillotine zunächst Gurken oder Möhren von einer scharfen Klinge zerteilt werden. Schließlich legt ein freiwilliger Zuschauer seine Hand in eine der Öffnungen der Guillotine – Die Hand bleibt auf zauberhafte Weise dran wenn diesmal die Klinge runter fährt.

Houdini

Harry Houdini war einer der berühmtesten Zauberer der Vergangenheit. Er ist vor allem durch seine spektakulären Entfesselungsexperimente bekannt geworden und zauberte auf der ganzen Welt.

I

Illusion

Als Illusion oder auch Großillusion werden Kunststücke bezeichnet, die mit großem Aufwand und meist sehr geräumigen Requisiten auf einer großen Bühne vorgeführt werden. Den Starmagier Hans Klok bezeichnet man beispielsweise als Illusionisten.

Indischer Seiltrick

Bei diesem traditionellen Kunststück wird ein langes Seil dazu gebracht magisch in der Luft zu stehen. Daraufhin klettert ein Junge am Seil empor und löst sich oben am Seil in Luft auf.

J

Jonglage

Die Jonglage hat mit der Zauberei zwar nicht unmittelbar etwas zu tun, viele Magier jonglieren jedoch in ihren Programmen oder binden Jongliertricks in ihre Programme ein.

Jumbokarten

Diese Art der Spielkarten ist besonders groß und auch für die Zauberei auf der Bühne gedacht. Diese Karten werden auch Riesenkarten genannt.

K

Kartenmagie

Das Zaubern mit Karten ist die lebendigste Sparte der Unterhaltungszauberei. Die eindeutig meisten Effekte beziehungsweise einzelnen Tricks gibt es im Bereich der Kartenzauberei.

Kinderzauberei

Bei der Zauberei für Kinder liegt das Hauptaugenmerk meist auf sehr klaren optisch sehr leicht zu erfassenden Effekten. Bei der Kinderzauberei spielen Farben, Formen und auch Comedy eine wichtige Rolle.

L

Latexhahn

Mit Latexhahn – neben Hähnen gibt es auch anderes Geflügel aus Latex – ist ein künstliches Tier gemeint, das gern von Zauberkünstlern aus Kisten oder Zauberhüten hervorgezaubert wird. Ein berühmter Liebhaber des Latexhahns – oft auch Gummihuhn genannt – war die Bühnenfigur Gottlieb Wendehals.

Luftballonmodellieren

Das Ballonmodellieren ist eigentlich keine Zauberei sondern das Herstellen verschiedener Figuren aus so genannten Modellierballons. Bei Kindern kommen diese Ballontiere meist sehr gut an.

M

Mentalmagie

Bei dieser Art der Zauberei hat der Vorführende scheinbar hellseherische Fähigkeiten oder zumindest die Kraft, die Gedanken einer Person zu lesen. Durch Fernsehformate rund um Mentalmagie hat diese Sparte in den vergangenen Jahren deutlich an Aufmerksamkeit gewonnen.

N

Nageltrick

Bei diesem Kunststück gibt es vier oder mehr Holzstücke, von denen in eines von unten ein Nagel geschlagen wurde. Alle Podeste werden mit Pappbechern bedeckt und von einem Zuschauer so gemischt, dass der Magier nicht mehr weiß, unter welchem Becher sich der Nagel befindet. Trotzdem zerschlägt der Zauberer nacheinander die Becher, bis nur noch der Becher mit dem darunter verborgenen Nagel übrig ist.

Nussschalenspiel

Das Nussschalen- oder auch Hütchenspiel ist eine Variante des Glücksspiels, das meist auf offener Straße illegal angeboten wird. Hierbei wird immer mit Tricks gearbeitet und auch in der Zauberei werden diese Tricks – selbstverständlich ohne betrügerische Absicht – zur Unterhaltung eingesetzt.

O

Okkultismus

Als Okkultismus bezeichnet man den Bereich des übersinnlichen und nicht durch Tricktechnik erklärbaren Bereichs der Zauberei. Dies wird teilweise auch mit »Schwarzer Magie« bezeichnet. Zum Okkultismus gehören unter anderem auch Praktiken wie Pendeln, Gläserrücken oder die Hellseherei.

Origami-Illusion

Bei dieser Großillusion wird die Assistentin des Magiers – wie der Name des Kunststücks schon vermuten lässt – zusammengefaltet. Dabei befindet sie sich allerdings in einer Kiste und wird zudem noch von einigen Schwertern durchbohrt. Letztlich wird die Assistentin wieder auseinandergefaltet und übersteht diese Illusion natürlich unbeschadet.

P

Partyzauberei

Bei der so genannten Partyzauberei gibt es meist keine erhöhte Standfläche wie eine Bühne oder Podest für den Zauberer. Vorgeführt wird hierbei meist im etwas kleineren Rahmen und die Zuschauer stehen oder sitzen beispielsweise im Halbkreis um den Magier herum.

Poker

Moderne Zauberer zeigen ihre Kartenkunststücke gern mit Pokerkarten. Um Poker selber geht es dabei manchmal auch, vor allem sind jedoch die Kartenspiele mit 52 Karten (plus 3 Jokern) für die Magier interessant, da mit diesen Spielen mehr Effekte möglich sind, als mit Skatspielen, die beispielsweise nur 32 Karten enthalten.

Präsentation

Die Präsentation ist bei der Zauberei besonders wichtig. Derselbe Effekt kann allein durch eine gute und stimmige Präsentation entweder als lustiger Zaubertrick oder als okkultes Wunder vorgeführt werden.

R

Restaurantzauberei

Bei dieser Form der Zauberei geht es meist um Close-Up-Effekte, die vor, während oder nach dem Essen im Restaurant gezeigt werden. Oft gibt es auch kurze einzelne Auftritte zwischen den Gängen eines magischen Menüs.

Ringspiel

Das Ringspiel ist ein klassisches Zauberkunststück, bei dem sich mehrere massive Metallringe, die zunächst einzeln vorgezeigt werden, miteinander verbinden. Schließlich werden die Ringe vom Magier wieder getrennt und erneut einzelnn vorgezeigt.

S

Schweben

Beim Schweben oder Schweben lassen überwindet der Magier scheinbar die Schwerkraft und lässt einen Gegenstand oder eine Person vom Boden abheben. David Copperfield hat diesen magischen Grundeffekt in seiner Illusion Flying sogar zum Fliegen weiterentwickelt.

Stand-Up-Zauberei

Mit Stand-Up-Zauberei ist eine spontan wirkende, moderne Art der Zauberkunst gemeint. Dabei kommen häufig Alltagsgegenstände zum Einsatz und es gibt viel Interaktion zwischen Zauberer und Publikum.

T

Tierzauberei

Bei der Tierzauberei sind oft Tauben oder Kaninchen im Spiel. Großillusionisten wie Siegfried und Roy haben auch die Zauberei mit – vornehmlich weißen – Tigern populär gemacht. Manche Magier zaubern allerdings auch mit Elefanten oder anderen exotischen Tieren.

Timing

Auch in der Zauberei ist richtiges Timing von großer Bedeutung. Damit ist gemeint, dass beispielsweise eine geheime Handlung genau zum richtigen Zeitpunkt zu erfolgen hat. Keine Sekunde früher und keinen Augenblick später.

U

Unterbewusstsein

Bei vielen Zauberkunststücken spielen sich wesentliche Teile des Geschehens im Unterbewusstsein des Publikums ab. Der Zauberer kann durch subtile Signale und sorgfältige Wortwahl den magischen Effekt im Unterbewusstsein des Zuschauers entstehen lassen. Dies verstärkt die Wirkung der Zauberei über den Bereich des bewusst Wahrgenommenen hinaus und rundet eine Zauberdarbietung ab.

Unterwasserbefreiung

Bei diesem besonderen Entfesselungstrick befreit sich der Magier aus einer komplexen Fesselung unter Wasser. Durch die Bedrohlichkeit des Wassers und die begrenzte Zeit durch mangelnde Atemluft wirkt dieser Effekt besonders spektakulär.

V

Ventriloquistik

Ventriloquistik ist das Fachwort für Bauchreden. Bei dieser Disziplin hat der Vorführende meist eine kleine Puppe und lässt diese mit seiner Bauchstimme sprechen, ohne dass sich Mund und Lippen des Künstlers bewegen. Dadurch entsteht die Illusion, dass die Puppe selber spricht.

Verzaubern

Etwas oder jemand kann verzaubert werden. Beispielsweise wird eine Gabel verzaubert und lässt sich daraufhin ganz leicht verbiegen. Oder die Assistentin des Magiers wird verzaubert und wird daraufhin schwerelos.

W

Wandern

Das Wandern stellt einen der Grundeffekte der Zauberei dar und setzt sich aus dem Verschwinden eines Gegenstandes an einem Ort und dem Erscheinen des selben Gegenstandes an einem anderen Ort zusammen.

Wunder

Manche Zauberkunststücke werden auch gern als Wunder oder Magische Wunder bezeichnet. Wie bei einem Wunder stellen auch Zaubertricks – in einem gegebenenfalls bescheideneren Rahmen – ein unerklärliches Mysterium dar.

Z

Zauberstab

Dem Zauberstab werden magische Fähigkeiten zugesprochen. Zauberkünstler benutzen Zauberstäbe der verschiedensten Art um mit ihnen zu agieren. Oft erscheinen oder verschwinden Zauberstäbe auf magische Weise.

Zylinder

Kopfbedeckung und beliebter Zaubergegenstand der früheren Magier. Auch heute treten einige klassische Zauberkünstler noch mit Zylinder auf. Meist wird dieser jedoch nur noch als magisches Requisit benutzt.

Zwei Nachschlagewerke, zwei Blickwinkel


Wer ein Event plant, sucht andere Begriffe als wer sich für die Zauberkunst selbst interessiert. Deshalb gibt es zwei getrennte Seiten.

Lexikon der Zauberei

Die Fachsprache des Handwerks: Sparten, Grundeffekte, Klassiker und historische Figuren. Von Becherspiel und Palmieren bis Ventriloquistik. Für alle, die wissen wollen, wie Zauberkunst eigentlich funktioniert – ohne dass Geheimnisse verraten werden.

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Glossar der Eventbegriffe

Die Sprache der Veranstaltungsplanung: Close-Up, Walk-Act, Showdauer, Gästezahl, Sektempfang, Preise. Für alle, die eine Feier planen und wissen möchten, welches Format wann passt und was es kostet.

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Häufige Fragen zum Lexikon


Was ist der Unterschied zwischen Close-Up-Zauberei und Mikromagie?

Beide Begriffe meinen dasselbe: Zauberei mit kleinen Gegenständen direkt vor den Augen der Zuschauer. „Mikromagie“ ist die ältere deutsche Bezeichnung, „Close-Up“ der heute gebräuchlichere Begriff. Am Tisch spricht man auch von Tischzauberei, in Bewegung von Walk-Act.

Verrät dieses Lexikon Trickgeheimnisse?

Nein. Das Lexikon erklärt Fachbegriffe, Sparten und Grundeffekte der Zauberkunst – nicht die Methoden dahinter. Die Verschwiegenheit über Trickgeheimnisse gehört zum Berufsethos und ist auch Teil der Aufnahmebedingungen der Fachverbände.

Was ist der Unterschied zwischen Zauberei und Okkultismus?

Unterhaltungszauberei arbeitet mit Technik, Geschicklichkeit und Dramaturgie und erhebt keinen Anspruch auf übernatürliche Kräfte. Okkultismus bezeichnet den Bereich des vermeintlich Übersinnlichen. Auch Mentalmagie ist Unterhaltungskunst, keine Hellseherei.

Wo finde ich Begriffe zur Eventplanung statt zur Zauberkunst?

Dafür gibt es ein eigenes Glossar. Dieses Lexikon erklärt die Fachsprache der Zauberkunst, das Glossar erklärt Begriffe rund um Formate, Timing, Gästezahl und Buchung einer Veranstaltung.

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